Insolvenzen in der Solarbranche: mehr Solarparks zu verkaufen

Veröffentlicht am März 16, 2012

Insolvenzen in der Solarbranche

Die überraschenden und sehr hoch ausgefallenen Anpassungen der Einspeisevergütung im Solarbereich in Deutschland und die damit einher gehende Verunsicherung der Investoren bzgl. der Verlässlichkeit der EEG Einspeisetarife sollte nach Expertenmeinungen in 2012 zu einer höheren Insolvenzrate im Umfeld der Solar- und Windentwickler sowie Produzenten Solartechnologie und Windparkausstattern führen. Aus Furcht vor diesen Auswirkungen gab es im März bereits heftige Widerstand der Unternehmen und Mitarbeiter der Solarbranche gegen die EEG Reform der Bundesregierung mit grossflächig angelegten Demonstrationen in der gesamten Bundesrepublik.

Die Ursache für die erwartete Insolvenzwelle sind verloren gegange Investitionen in die Entwicklung von Solarprojekten und Windparks, da diese Projekte aufgrund der neuen EEG Regelungen nicht mehr profitabel errichtet und betrieben werden können. Erwartete Rückflüsse aus dem Bau und dem Verkauf der Solarparks entfallen ersatzlos.

Jüngstes Beispiel für eine Insolvenz eines Solarentwicklers ist Mola Solar Systems GmbH in Duisburg. Ob die Insolvenz von Mola Solar Systems GmbH am 13. März 2012 um 14 Uhr (Amtsgericht Duisburg, Aktenzeichen: 61 IN 21/12 ) tatsächlich den veränderten Rahmenbedingungen in Deutschland geschuldet ist, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden (vor der Insolvenz von Mola Solar Systems GmbH in 2012 wurde bereits über die Mola Solaire Produktions GmbH in 2010 und über die Mola Solaire International GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet).

mehr Solarparks zu verkaufen

Die Auswirkungen der veränderten EEG Tarife sind bereits jetzt zu erkennen. Viele Solarentwickler verkaufen ihre bereits am Netz befindlichen Solarparks, um ihre Liquiditätsposition zu stärken oder neue Geschäftszweige auszubauen. Oftmals werden zusätzlich die Internationalisierungsbemühungen beschleunigt und die Unabhängigkeit vom deutschen Markt wird kurzfristiger angestrebt.

Für Solar Investoren oder Windpark Investoren sind das gute Nachrichten. Es kommen derzeit mehr Solarparks und Windparks auf den Markt. Gerade jüngere Solarparks oder Windparks von 2009 bis 2011 sind bei den Solar- und Wind- Investoren begehrt und können schnell verkauft werden. Zusätzlich verkaufen einige grosse Finanzierer Solar-Risiken und stellen grosse Solarparks zum Verkauf. Das freut grosse Solar Investoren, die in den letzten Jahren nicht zum Zug gekommen sind und jetzt die verpassten Solar Investments nachholen können. Speziell die sehr grossen institutionellen Vermögen haben oftmals den Trend nicht erkannt und verfügen bis heute über geringe Investitionsquoten bei Solarinvestments oder Windinvestments. Für diese Investoren ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, die nicht ausgenutzten Quoten zu füllen und nachhaltige Investitionen in Solarenergie oder Windkraft statt weiterer Anleihen von Schuldenweltmeistern in ihre Portfolios aufzunehmen.

 

 

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4 Kommentare

  1. Wir suchen Solar-und Windparks, ab 200.000€ ohne Limit!!zum KAUF keine Vermittler!!! Kontakt an: joachimherde@arcor.de

  2. Investal.eu sagt:

    Wg. Insolvenzen – Stunde 0 “reloaded”: Deutsche haften mit 400 Mrd. EUR über EFSF und ESM für die Schuldenkrise. Was die deutschen Politiker den deutschen Bürgern zumuten ist ein Desaster sondergleichen. Vollkommen ohne Rechtsgrundlage werden deutsche Steuergelder zur Rettung anderer Staaten eingesetzt. Deutschland rettet ein Land, das selbst verschuldet durch mangelnde Steuerdisziplin und Veruntreuung in die Krise geriet. Nach deutschem Grundgesetz wäre eine solche Rettung allerhöchstens für ein Bundesland legal, keinesfalls aber für Drittstaaten.

    Der Maastricht Vertrag sah ausdrücklich KEINE Haftung von Ländern deren Währung der Euro ist für andere Länder deren Währung der Euro ist vor. Deutsche Politiker brechen Gesetze und muten Deutschland eine unglaubliche Schuldenlast auf – und das für ein Land, dass nicht gerettet werden will und bis heute noch kaum Staatseigentum zur Senkung der Schuldenquote privatisiert hat. Warum lassen die Deutschen sich das gefallen?

    http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-deutsche-haften-im-pleitefall-mit-400-mrd-euro/70014481.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/

    Das ist der beste Zeitpunkt, um die Währung dieses Desasters in echte Werte zu tauschen und Solarparks und Windparks statt Euros zu besitzen.

  3. Daniela K. sagt:

    Die Insolvenz der Mola Solar Systems, wie auch schon wie der Mola Solaire International und der Mola Productions, oblag alleine der fehlenden kaufmännischen Begabung des Geschäftsführers. Das haben weder Einspeisevergütungen noch der Rückgang von Fördergeldern beeinflusst.

  4. Sola sagt:

    Stimme überein. Der Ruf des Geschäftsführers ist nicht nur überaus zweifelhaft sondern auch seine geschäftlichen Gepflogenheiten. Ein verbrannter Name in der Branche.

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